Vor zwei Jahren in Paris

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Lars Nicolaisen:

Auf Facebook bekommt man ja des öfteren angezeigt was man zur gleichen Zeit vor einigen Jahren auf Facebook veröffentlicht hat. Mich erschrecken solche Informationen immer ein wenig, zeigen sie einem doch ganz deutlich wie gläsern man geworden ist. Aber gestern und heute habe ich mich über die Information wirklich gefreut und blickte zufrieden, glücklich und mit ein wenig Wehmut auf die Fotos.

Vor zwei Jahren haben Simona und ich meinen Vater nach Paris begleitet, der dort vom Intercoiffure-Weltpräsidenten Klaus-Peter Ochs für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Friseurkollegen aus aller Welt erhoben sich und spendeten stehenden Applaus. Das war ein absoluter Gänsehautmoment! Die Tage in Paris waren eh mit vielen Highlights versehen – wozu in erheblichen Maße auch unser Freund Guido Paar seinen Beitrag leistete, der mit uns gemeinsam das Wochenende verbrachte. Das Wetter spielte ebenfalls mit – und so war es rundherum ein sehr schönes und unvergessliches Wochenende. Danke Facebook für diese schönen Erinnerungen.

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Uwe wird 82

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Lars Nicolaisen:

Ich wünsche heute allen Mitarbeitern und Kunden viel Spaß in unseren Salons. Simona und ich werden heute den 82. Geburtstag meines Vaters feiern.

1935 geboren. Die ersten 10 Lebensjahre im Krieg aufgewachsen. Die Jugend in der Nachkriegszeit erlebt. Dann Auswanderung. Heimkehr.

Allein diese kurze Aufzählung kann vielleicht schon erklären, warum mein Vater so ist wie er ist. Auf der einen Seite sehr bodenständig. Disziplin, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit. Alles wichtige Werte. Ein Mann, ein Wort.

Auf der anderen Seite weltoffen, tolerant, neugierig. Auch neuste technische Entwicklungen verteufelt er nie. Er sagt nie „Das hatten wir damals auch nicht. Das braucht man nicht.“ Nein, er informiert sich, lässt sich gerade technische Trends gern von seinem Enkel erklären und versteht warum die junge Generation diverse Neuerungen wie z.B. soziale Medien oder Elektromobilität fasziniert. Gönnen, geben, vertrauen schenken – auch dies sind Eigenschaften die nicht nur ich an meinem Vater sehr zu schätzen wissen.

Gefeiert wird heute im kleinen Kreis. U.a. wird seine Schwester Doris mit uns feiern. Ein wirklich wundervoller Mensch! Und sein Bruder Olaf wird heute mit uns feiern. Genauso wundervoll, aber sein Erscheinen ist dennoch nicht selbstverständlich. Sein Anfahrtsweg ist ein wenig weiter als gewöhnlich. Gestern kam Olaf aus Toronto/Kanada eingeflogen. Die beiden haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Wer sich schon immer gefragt haben sollte was das „O“ in „Lars O. Nicolaisen“ bedeutet, der kennt nun die Antwort 😉

Ich wünsche uns allen einen wunderschönen Freitag – und meinem Vater ganz besonders! HAPPY BIRTHDAY PAPI 🙂

Verrückter Start in den Tag

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Lars Nicolaisen:

Ihr müsst heute unbedingt die Mopo lesen„. Das war die erste SMS die uns heute früh erreichte. Noch im Bett liegend schnappte ich mir mein iPad und klickte auf die Startseite der Hamburger Morgenpost. Ich konnte gar nicht glauben was ich sah. Ich wusste auch nicht über was ich mehr erstaunt war. Darüber dass mich mein Vater von der Titelseite aus anlächelte, oder darüber dass der HSV Torwart Drobny zukünftig bei Werder Bremen spielt. Beides irgendwie surreal.

Nachdem ich den Artikel „Ortsbesuch in der Tornado-Straße“ gelesen hatte, war ich um zwei Erkenntnisse reicher. Zum einen müssen wir den Bekanntheitsgrad unserer Salons weiter steigern, so dass beim nächsten Tornado-Bericht zumindest unser Nachname richtig geschrieben wird. Und zum anderen nehmen es die Reporter vor Ort wohl nicht ganz so genau und dichten den gesprochenen Wörtern ihrer Interviewpartner gern noch die ein oder andere Dramatik hinzu. Ich wette solch eine Aussage wie „… und dann konnten wir oben durchgucken…“ hat mein Vater nie getätigt. Egal, am Ende zählt dass keinem Anwohner körperlich Schaden zugefügt wurde (auch meinen Eltern nicht), und das ist die Hauptsache!

Und das mit Drobny…. also das ist ja auch mal ein gutes Beispiel dafür wie ein langjähriger Fan-Liebling in den letzten Wochen so gut wie alle Sympathien zerstören kann die er in den sechs Jahren zuvor aufgebaut hat. Erst die Aussage, dass er sich für das letzte Spiel nicht mehr motivieren kann (so etwas nennt man wohl juristisch „Arbeitsverweigerung“), und nun der Wechsel zum Nordrivalen Werder Bremen. Nun lieber Bremer, ich hoffe Ihr könnt Jaroslav neue Motivation einflößen. Ein guter Keeper ist er ja auf jeden Fall.

Was für ein verrückter Start in den Tag. Bin darauf gespannt was mich noch alles erwartet… 😉

 

 

Uwe Nicolaisen´s 81. Geburtstag

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Lars Nicolaisen:

Zwei Flaschen Fritz Kola, Simona, Bennet und mich. Mehr soll ich heute Nachmittag nicht mitbringen. Das ist alles was sich mein Vater wünscht… zum 81. Geburtstag.

Eine Zeitlang habe ich überlegt ob „man“ das überhaupt tun kann. Seinem Vater mehr oder weniger nichts zum Geburtstag zu schenken. Der Gedanke war komisch, fühlte sich nicht richtig an. Doch dann begriff ich, dass das wertvollste Geschenk „Zeit“ ist. Zeit für- und miteinander. Und nach all dem was besonders meine Eltern die letzten 15 Monate durchgemacht haben, da sehe ich es als großes Glück und Geschenk an, dass wir heute überhaupt zusammen sitzen und lachen können. Das ist toll – und das ist eigentlich auch unbezahlbar! Weiterlesen

Merci Simona, Uwe & Guido

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Lars Nicolaisen:

Paris hat mir richtig gut gefallen. Das Paris wunderschön ist und einen besonderen Flair hat, wusste ich natürlich schon vorher. Zum ersten Mal habe ich aber die Stadt richtig geniessen können. Das lag neben dem überraschend guten Wetter und auch den Auszeiten die wir uns einfach immer mal wieder zwischen den „Business-Terminen“ gegönnt hatten, vor allem an meinen drei Begleitern. Simona, mein Vater und Guido Paar – wir vier waren ungeplant die ganze Zeit von morgens bis abends zusammen und ergänzten uns ganz wunderbar. Es waren wirklich schöne Tage in Frankreichs Hauptstadt. Vielen Dank Euch Dreien! Das sollten wir unbedingt mal wiederholen! Ich zumindest wäre sofort wieder dabei!! Weiterlesen

Life Achievement für Uwe Nicolaisen

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Lars Nicolaisen:
Bonjour aus Paris. Simona und ich befinden uns auch heute noch in der französischen Hauptstadt, zusammen mit meinem Vater. Und dieser wurde, ich hatte es hier im Blog bereits angekündigt, am Wochenende für seine Lebensleistung ausgezeichnet.

Am Samstagabend, um 22:30 Uhr war es soweit. Im Rahmen der großartigen Intercoiffure Gala „Night of the Stars“, im Salle Walgram, gut 200 Meter Luftlinie vom Arc de Triomphe entfernt, ließ es sich Weltpräsident Klaus Peter Ochs vor 600 Elitefriseuren aus aller Welt nicht nehmen, diese Ehrung persönlich vorzunehmen. In drei Sprachen erzählte er von vielen Begebenheiten die er mit meinem Vater verbindet. So war z.B. der Intercoiffure Weltkongress 1988 in Hamburg, welchen meine Eltern in aufopferungsvollerer Weise mit Unterstützung der Hamburger Intercoiffure Freunde vorbereitet und durchgeführt hatten, sein erster Kontakt zu „Intercoiffure“. Klaus Peter Ochs zählte Highlights von Uwe Nicolaisen Berufsleben auf und bedankte sich nicht nur vielmals bei ihm für sein unbeschreibliches Engagement auf der ganzen Welt, sondern vergaß auch in diesem Zusammenhang nicht meine Mutter zu erwähnen, die in vorbildhaftlicher Art und Weise ihren Mann jederzeit unterstütz und gestärkt hat. „He is an Icon for Hairdressers and for the Hairdressers Business all over the World! I’m proud to call Uwe a friend!“ Weiterlesen

Dann doch mal wieder nach Paris

eiffel-tower-alexander-three-paris-Tours-juifs-parisLars Nicolaisen:

Ich mag französischen Wein. Ich finde französische Mode wunderschön. Wirklich viele französische Filme habe ich in mein Herz geschlossen. Ja, ich hege im Großen und Ganzen schon Sympathien für Frankreich. Auch Paris ist schön, keine Frage. Das Lebensgefühl auf den Pariser Strassen ist einmalig. Und doch… Paris und ich werden keine Freunde mehr.

Mich zog es in meinem Berufsleben schon oft nach Paris. Und nicht ein einziges Mal fühlte ich mich wohl in der Stadt der Liebe. Irgendetwas ist da, was mich diese Stadt nicht genießen lässt. Ist es die Sprache die ich nicht spreche? Das extrem hohe Preiseniveau welches ich so gut wie nie als gerechtfertigt empfinde? Oder ist es die gefühlte Arroganz der Pariser? Ich weiß es nicht. Ich denke es ist sicherlich ein Cocktail aus allem.

Nun gut, man muss ja auch nicht alles und jeden mögen. Paris kommt gut ohne mich zurecht und ich sehr gut ohne Paris. Und daher beschloss ich schon vor einigen Jahren der französischen Hauptstadt sowohl privat als auch beruflich den Rücken zu kehren und nicht mehr dort hin zu fahren. Das hat die letzten Jahre auch wunderbar funktioniert, aber heute geht´s dann doch mal wieder nach Paris. An diesem Wochenende trifft sich die Friseure-Elite aus über 50 Nationen (!), um bei der „Intercoiffure Mondial Performance“ und der „Night of the Stars„, eines der wichtigsten Events der weltweiten Friseurszene, dabei zu sein. Und einer dieser „Stars“ ist in diesem Jahr mein Vater! Weiterlesen