Nicht unerwartet, aber dennoch schmerzhaft

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Lars Nicolaisen:

Am Montag, den 14. August 2017 ist meine Mutter friedlich, ohne Angst und ohne Schmerzen für immer eingeschlafen. Ihr Tod kam für uns alle weder plötzlich noch unerwartet, ist aber dennoch sehr schmerzhaft.

Ich bin dankbar für 50 wertvolle, gemeinsame Jahre. Ich bin ebenfalls sehr dankbar für den familiären Zusammenhalt, welchen ich besonders in den letzten Tagen und Wochen erleben durfte. Wir waren schon immer ein starker Familienbund und dieser ist in letzter Zeit noch einmal spürbar enger geworden. Danken möchte ich auch den Salonteams und den Helfern hinter den Kulissen, die mich stark entlastet und moralisch unterstützt haben.

So lange du noch eine Mutter hast, danke Gott und sei zufrieden. Nicht jedem Mensch auf dieser Welt ist solch großes Glück beschieden.

Jedem schwer kranken Menschen sollte es vergönnt sein in einem Hospiz zu sterben. Meine Mutter und unsere Familie hat noch viele wunderschöne, gemeinsame Momente im Diakonie-Hospiz Volksdorf erleben dürfen. Die Ruhe und die Empathie an diesem Ort ist mit Worten kaum in Worte zu fassen. Meine Familie und ich sind tief beeindruckt und bewegt von der liebevollen Hingabe die meine Mutter dort in ihrer letzten Phase ihres Lebens erleben durfte. Sie hat sich dort sehr wohl gefühlt. Wir uns auch.

Die Urnenbeisetzung wird am Freitag, den 25. August stattfinden.

Der Blog wird ab Freitag, den 01. September fortgesetzt.

Einfach mal nicht erscheinen

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Lars Nicolaisen:

Meine Großeltern waren Dienstleister. Meine Eltern sind Dienstleister. Meine Frau und ich sind Dienstleister – vom ersten Arbeitstag an. Seit über drei Jahrzehnten. Unsere Mitarbeiter sind Dienstleister durch und durch. Es ist toll und erfüllend „Dienst“ am Menschen zu „leisten“. Dienstleistungsberufe unterliegen gewissen Gesellschaftstrends. Dienstleister spüren mit als Erstes, wenn sich Gesellschaften verändern. Und aktuell machen wir einen Trend aus, der uns gelegentlich unsere Freude am arbeiten nimmt und der auch bei allem Verständnis nicht mehr umkommentiert hingenommen werden kann. Teile unserer Gesellschaft werden anscheinend immer beliebiger, unzuverlässiger und egoistischer.

In den Salons haben wir seit einiger Zeit ein neues Rate-Spiel entwickelt. Titel: „Wo sind unsere Kunden? Was ist wohl der Grund warum die Kundin / der Kunde einfach nicht erschienen ist?“ Die Antwortmöglichkeiten sind vielschichtig…. Mittlerweile vergeht kaum mehr ein Tag an dem in jedem unserer Salons Kundentermine einfach nicht eingehalten werden. Es werden Termine gemacht, Stylisten geblockt – und dann kommt aber niemand. Das gab es vor 30 Jahren auch schon, aber da konnte man das pro Monat an einer Hand abzählen. Heute ist das Alltag! Jeder Tag. In jedem Salon. Und ich spreche nicht von Kunden die entweder kurz vorher anrufen und absagen, oder Kunden die nachträglich anrufen und sich entschuldigen. Nein, damit kann man als Dienstleister sehr gut umgehen. Ich spreche von Kunden die einen Termin buchen, einfach nicht kommen und ein paar Tage später anrufen und einfach einen neuen Termin buchen wollen, ohne zu dem zuvor nicht eingehaltenen Termin Stellung zu beziehen. So als ob wir das nicht gemerkt haben. Als ob das völlig egal ist. Es gibt auch Kunden bei denen Telefonnummer oder E-Mail Adressen einfach nicht stimmen. Sind das alles Roboter oder Personen die einen bewusst schädigen wollen?

Wir haben jetzt ausgerechnet, dass uns allein durch nicht abgesagte und unentschuldigte Nichterscheinungen von Kunden jeden Monat mehrere Tausend Euro Umsatz am Monatsende fehlen. Da frage ich mich: Wie soll ich damit umgehen? Wie sollen wir finanzielle Möglichkeiten schaffen um z.B. unsere Mitarbeiter noch besser zu entlohnen oder die Serviceleistungen zu optimieren wenn der jeweilige Salon zwar theoretisch ausgebucht ist aber am Ende gar nicht so viele Kunden wie möglich bedient wurden? Das nervt mich. Und das nervt auch die Mitarbeiter. Und das Wort „nervt“ verwende ich jetzt in vollem Bewusstsein! Wir alle üben unseren Beruf mit so viel Begeisterung und Freude aus. Und ich denke das spüren unsere Kunden auch jeden Tag. Und dieses „genervt sein“ durch unentschuldigtes Nicht-Erscheinen braucht doch wirklich kein Mensch. Ein kurzer Anruf von Kundenseite genügt um die ganze Situation zu 100% zu entkrampfen.

Natürlich wissen wir, dass es nicht nur uns so geht. Alle Kollegen mit denen ich über dieses Thema spreche, machen seit ein paar Jahren die gleichen Erfahrungen. Auch dort ist die Tendenz steigend. Und das ist natürlich ja auch kein friseurexklusives Thema. Die gehobene Gastronomie beklagt ebenfalls großzügige Tischreservierungen von Gästen die dann einfach nicht erscheinen. Bei Ärzten wird es ähnlich sein. Wie sollen wir Dienstleister nun mit dieser gesellschaftlichen Entwicklung umgehen? Ignorieren? Das würde jedoch zur Folge haben, dass alle Dienstleistungen deutlich teurer werden müssten um den Verdienstausfall zu kompensieren. Damit würde man also die „ehrlichen Kunden“ bestrafen. Das kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein… Oder für Reservierungen einen „Preis X“ vorab kassieren? Oder keine Termine mehr anbieten und generell ohne Termine arbeiten? Alles ja nun wirklich keine gute Idee. Aber wie sollen wir angemessen auf diese steigende Zahl von „Nichterscheinern“ angemessen reagieren? Hat jemand eine Idee?

Dennoch, eines möchte ich in diesem heutigen Blog-Beitrag nicht vergessen: Wir freuen uns über ALLE Kunden die einen Termin bei uns reservieren und dann auch erscheinen bzw. den Termin absagen oder verschieben. Kann immer mal vorkommen. Kenne ich ja persönlich auch nur zu gut. Und zum Glück ist diese Zahl an Kunden noch deutlich deutlich in der Mehrheit 🙂

Ich wünsche uns allen einen wunderbaren Freitag.

Start in´s Berufsleben

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Lars Nicolaisen:

Mitarbeiter und Freunde kennen den Grund warum Simona und ich diesen Blog aktuell nicht so verlässlich pflegen und mit neuen Beiträgen bereichern können wie wir es eigentlich wollen. Wir bitten um Verständnis.

Letzte Woche war es mir eine große Freude, gemeinsam mit Syringa Helweg (ganz links), unsere neuen Auszubildenden begrüßen zu dürfen. Eine Nachzüglerin startet noch am 01. September, dann sind wir vollzählig. Die Stimmung am ersten Tag war phänomenal. Bei allen vieren spürte man die pure Vorfreude auf das was vor einem liegt. Die Salonteams freuten ich ebenfalls über Verstärkung – und jetzt nach einer guten Woche hat man sich schon ganz gut eingespielt.

In den ersten Tagen kam einiges auf unsere neuen Auszubildenden zu. Es wurde viel gesprochen, viel trainiert und erste Erfahrung mit dem Arbeits-Alltag gemacht. Das sind viele Eindrücke. Ein ganz anderer Tagesablauf als gewohnt. Das mag motivieren oder irritieren – es ist auf jeden Fall „anders“. Und in dieser Zeit lernt man auch viel über sich und geht den „nächsten Schritt“. Eine spannende Zeit, in der ich unseren neuen Familien-Mitgliedern nur das Beste wünsche.

CSD in der Hamburger Innenstadt

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Lars Nicolaisen:

Der Christopher Street Day hat die Hamburger Innenstadt an diesem Wochenende wieder voll im Griff. Ein Strassenfest mit einer wichtigen Botschaft, welches ich immer als sehr freundlich und weltoffen wahrnehme – und sehr sehr gut besucht. Die Strassen werden also wieder voll werden. Unsere Kunden am Ballindamm sollten also unbedingt mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Weg in die City antreten. Für Kunden der Hamburger Meile und des Stadtpalais sind keine verkehrsbedingten Einschränkungen zu erwarten.

Ich wünsche allen Mitarbeitern und Kunden heute viel Spaß in unseren Salons – und uns allen anschließend ein schönes Wochenende. Für die kommende Woche habe ich mir vorgenommen wieder öfter in den Blog zu schreiben 😉

Der 1. August

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Lars Nicolaisen:

Der 1. August ist seit nun mehr 33 Jahren ein ganz besonderer Tag für mich. Heute vor 33 Jahren startete ich bei Christel Umlauff im Alstertal meine Friseurausbildung, zusammen mit dem großartigen Richard Becker! Seit meiner Selbstständigkeit 1995 darf ich nun selbst immer am 01. August eines Jahres neue Auszubildende bei uns begrüßen. Ich hoffe jedes Mal, dass sie genau so viel Freude und Erfüllung in diesem Beruf finden, wie ich es erleben durfte und weiterhin erlebe.

Der 1. August – das ist immer ein sehr schöner, ein ganz besonderer Tag für mich, da ich auch heute noch ganz genau weiß wie ich mich am ersten Tag gefühlt habe. Ich habe auch meine Ausbildungszeit noch ziemlich stark verinnerlicht. Auch wenn die heutige Zeit und die heutige Generation natürlich völlig anders ist als wir damals in den 80ern, so denke ich bleibt die Aufgeregtheit und Anspannung beim Start in das Berufsleben die gleiche.

Natalie Goy, Alena Böckmann, Amy Schogs, Olivia Kula, Anna Marie Liebig…. sie alle hatten an einem 1. August ebenfalls ihren ersten Ausbildungstag bei Nicolaisen, und sind jetzt schon lange gestandene, erfolgreiche Friseure und wichtige Mitarbeiter in unserem Unternehmen geworden.

Gemeinsam mit Syringa Helweg werde ich heute den FÜNF (!) neuen Auszubildenden das Unternehmen erklären und gemeinsam werden wir ihnen sagen worauf sie sich in den kommenden Tagen freuen können. Ich freue mich auf den heutigen Tag und wünsche uns allen einen großartigen 1. August und meinen Schweizer-Lesern einen wunderbaren Feiertag.

Intercoiffure Festival Berlin 2017

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Lars Nicolaisen:

In meiner Funktion als Vorstandsmitglied der „Intercoiffure Deutschland“, bin ich schon seit langer Zeit aktiv daran beteiligt, unserer Vereinigung ein umfangreiches „Update“ zu ermöglichen, in dem zwar unsere Geschichte, unsere Traditionen und unsere Werte erhalten bleiben, wir uns aber darüber hinaus auch der Friseurbranche viel mehr öffnen. Unser Bestreben ist es nicht nur unseren Mitgliedern, sondern allen hochwertigen Friseuren in Deutschland viel Inspiration zu geben! In Zeiten in denen es an vielen Stellen drückt und es immer ungemütlicher wird, benötigen gerade kreative und hochbegabte Menschen eine Möglichkeit, sich mit frischen Gedanken und einfallsreichen Ideen neu auf zu tanken. Und wenn das ganze auch noch in einem inspirierenden Umfeld geschieht – und man um sich herum viele tolle Kolleginnen und Kollegen hat die genau so ticken wie man selbst – dann ist das schon ziemlich ideal. Austausch auf Augenhöhe!

Und genau solch ein Event planen wir gerade bei „Intercoiffure“. Am 19. und 20. November findet das erste INTERCOIFFURE FESTIVAL statt. Unsere Heimat für diese Tage wird Berlin sein. Bei aller Liebe zu Hamburg, gibt es in Deutschland zur Zeit keine kreativere und inspirierende Stadt als Berlin. Und die Location in der wir sein werden – herausragend! Das Programm steht ebenfalls schon zu einem hohen Prozentsatz und wir alle im Vorstand brennen für diesen neuen Weg. In unserer „Festival-Facebook-Gruppe“ versorgen wir alle Gruppenmitglieder mit den neusten Informationen. Allen Intercoiffure-Mitgliedern – und allen Friseuren die unserer Vereinigung (noch) nicht angehören, sich aber für unser Festival interessieren – sollten unbedingt Mitglied in der Facebook-Gruppe werden!

Heute haben wir unser Festival-Logo veröffentlicht. Der Link für die Festival-Anmeldung und Hotelreservierung folgt in den nächsten Tagen. Übrigens: Mitarbeiter aus Intercoiffure-Salons sind herzlich willkommen!

Ich wünsche uns allen heute einen kreativen Donnerstag.

Brian Schalin

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Lars Nicolaisen:

Heute ist er endlich wieder aus dem Urlaub zurück – und heute möchte ich nun auch endlich unseren Blog-Lesern diesen wunderbaren Kollegen vorstellen, der uns schon seit einigen Monaten im Stadtpalais bereichert.

Brian Schalin ist mit Hamburg fest verwurzelt. Er hat bei sehr namenhaften Kollegen gelernt und gearbeitet. Seine fachliche Expertise ist exzellent, auch wenn er einige „Nicolaisen-Techniken“ in den ersten Tagen noch trainieren durfte. Am Ende stärkte dies jedoch seine eh schon vorhandene Vielseitigkeit, und führte dazu, dass er Monat für Monat mehr Kundennachfrage erhielt und bereits jetzt auf eine Vielzahl von Kundennachfragen blicken kann.

Zu seinen absoluten Stärken zähle ich seine Ruhe, die er nicht nur ausstrahlt, sondern die er auch verinnerlicht hat. Ich glaube „spontane Begeisterung“ und „unkontrollierte Emotionalität“ sind nicht wirklich sein Ding. Brian ist tiefgründig und betrachtet Vorgänge immer aus mehreren Perspektiven. Von dieser Charaktereigenschaft profitieren auch seine Kundinnen und Kunden, denn der Schnitt, die Farbe und der Look sind in seinem Kopf bereits fertig, bevor die Schere das erste Mal aktiv wird.

Was mir ebenfalls an Brian Schalin von der ersten Minute an gefiel ist die Tatsache, dass er bei wirklich erstklassigen Friseur-Adressen in Hamburg gearbeitet hat, er dort jeweils auch recht lange blieb und er niemals auch nur ein schlechtes oder kritisches Wort über die Kollegen verloren hat. Klar gibt es Gründe warum man sich beruflich verändern will und natürlich gibt es in jeder Familie und in jedem Unternehmen auch mal emotionale Regentage und schwierige Situationen (auch bei uns), aber dies hat er nie thematisiert. Während einige Bewerber vor mir sitzen und ungefragt erzählen was beim aktuellen Arbeitgeber alles schief läuft und warum man dort weg will, so war das bei Brian im ersten Gespräch kein Thema – und ist es bis heute nicht. Das empfinde ich als eine sehr wohltuende, hanseatische Eigenschaft.

Im Stadtpalais-Team ist er voll angekommen. Seine Bekanntheit und Beliebtheit bei unseren Kunden nimmt auch stetig zu. Und so bin ich wirklich sehr froh und glücklich, solch einen talentierten, vielseitigen und angenehmen Mitarbeiter in unserem Salon in Harvestehude zu wissen. Terminanfragen werden gern entgegen genommen: 040-41356785